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Mentales Fasten – 3 Schritte zur Entschlackung des Geistes

Die Fastenzeit hat begonnen, überall höre ich Menschen erzählen, worauf sie die nächsten Wochen verzichten wollen. Fasten ist ein Modethema geworden, das in der Zwischenzeit von der Religionszugehörigkeit unabhängig ist. Es ist in zu fasten, zu zeigen, dass man in der Lage ist, auf etwas zu verzichten, sich nicht von der Lust auf etwas beherrschen zu lassen, sei es Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten oder Ähnliches.

Abseits dieser Modeerscheinung hat Fasten aber einen ganz anderen – überaus wichtigen – Aspekt: die Konzentration auf das Wesentliche und das Schärfen der Sinne für das, was wichtig ist. Mentales Fasten sozusagen.

Vielleicht wollen Sie ja am Beginn der Fastenzeit einmal eine Stunde investieren, in der Sie für sich festhalten, was Ihnen bis Ostern speziell wichtig ist, worauf Sie sich konzentrieren möchten. Versuchen Sie es einmal mit meinem 3-Punkte-Plan zum mentalen Fasten:

  1. Fasten-Projekt definieren
    Schreiben Sie auf, worauf Sie sich bis Ostern konzentrieren möchten (das kann ein Projekt, eine Aufgabe, ein persönliches Ziel, aber auch eine Person oder eine Gruppe sein). Wenn viele Punkte auf der Liste stehen, gewichten Sie diese und lassen nur die mit der höchsten Punkteanzahl / Priorität A stehen. Denken Sie daran, es geht darum zu fasten, also sich auf etwas Wesentliches zu konzentrieren. Eine Liste von 10 Punkten ist nichts Wesentliches…. Notieren Sie für sich, warum genau Ihnen dieses – nennen wir es einmal Projekt – so wichtig ist, welche Werte Sie damit verbinden.
  2. Hindernisse aufspüren und beseitigen
    Jetzt durchforsten Sie Ihre Kalender und Unterlagen nach Dingen, die die Konzentration auf das Projekt verhindern oder stören können. Was kann verschoben, was gestrichen werden? Müssen Sie wirklich zu jeder Einladung in den nächsten Wochen gehen, wer kann Sie vertreten,wo können Sie absagen, etc.? Was muss trotz der Konzentration auf Ihr Projekt weiterlaufen, was kann weg, was delegiert oder zumindest verschoben werden?
  3. Schritte zur Umsetzung festlegen
    Nun halten Sie fest, was Sie alles tun möchten, um Ihrem Projekt Raum und Wertigkeit zu geben. Seien Sie dabei so konkret wie möglich. Legen Sie Daten fest und machen Sie mit sich selbst einen wöchentlichen Termin aus, an dem Sie selbstkritisch hinterfragen, wie gut es mit der Konzentration auf das Wesentliche geklappt hat. Nehmen Sie jede Woche Anpassungen vor (und durchforsten Sie immer wieder Ihre Kalender, ob sich nicht doch wieder andere Dinge eingeschlichen haben).  Halten Sie fest, was Sie bei Ihrem Fasten-Projekt erlebt, erfahren und erreicht haben, welche Erkenntnisse Sie gewonnen haben, was Sie vielleicht überrascht hat. Und freuen Sie sich über alles, was geklappt hat!

Nicht alles lässt sich „wegorganisieren“, der Alltag läuft auch in der Fastenzeit weiter. Dennoch werden Sie sehen, dass – wenn Sie sich darauf einlassen – Ihr Kopf sich entschlackt, leichter anfühlt. Es ist eine gute Methode, das Nein-Sagen wieder zu lernen, nicht reflexartig alles zu erledigen, was einem zugetragen wird, sich von dem Irrglauben zu verabschieden, man wäre die einzige Person, die das alles tun kann. So bleibt Raum, die Dinge bewusst zu tun. Das tut beiden gut – Ihnen und dem „Projekt“ dem Sie sich widmen wollen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim mentalen Entschlacken!
Ihre
Barbara Klinke

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